Die genaue Herkunft des Irish Red and White Setters lässt sich nicht genau ermitteln, aber auf Grund einiger geschichtlicher Hinweise kann man davon ausgehen, dass die ersten Vorfahren mit den europäischen Völkerwanderungen vornehmlich der Angeln und der Sachsen um 450 n.Chr. und der anschliessenden Christianisierung Irlands ausgehend von England auf die Insel gekommen sind.
Ausschnit aus dem Wandteppich von Bayeux. Die Szene zeigt das Beladen der Schiffe mit den beiden Hunden.

Ein Indiz für diese Theorie und ein erster geschichtlicher Hinweis, dass die Vorfahren der heutigen Setter vom Festland auf die englischen Inseln gekommen sind, geben zwei kleine sogenante „Falkenhunde", die Bezeichnung "Falkenhunde" beschreibt den Verwendungszweck dieser Hunde, welche auf dem Bayeux-Wandteppich aus dem 11. Jahrhundert abgebildet sind.
Die beiden Hunde, ein hellerer und ein dunklerer werden gemeinsam mit einem Falken auf ein Schiff verladen.
Auf dem Teppich wird in Bildern die Eroberung Englands durch den Normannenherzog "Wilhelm den Eroberer" dargestellt.

Der Teppich enthält etwa 60 einzelne Szenen, die auch die Vorgeschichte zeigen und mit der Schlacht von Hastings am 14. Oktober 1066 enden, in der er über Harald II. siegte. Die Stickerein geben Aufschluss über die damalige Ausrüstung der normannischen und angelsächsischen Kämpfer, von denen viele auf dem Teppich ein knielanges Kettenhemd und einen Nasalhelm tragen.
Diese Darstellung zeigt exemplarisch auf, wie unter dem Adel über die Jahrhunderte hinweg Tiere als Geschenke gegenseitig ausgetauscht wurden. Es liegt daher nahe anzunehmen, dass es dabei auch zu Kreuzungen zwischen Hunden der gleichen Rasse gekommen ist.